München

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25. April 2016, gerettet: Den HVB-Turm in München bauten Walther und Bea Betz in den 1970er Jahren. Er ist nun von Henn Architekten saniert worden. Die charakteristische Fassade des 1981 fertiggestellten und denkmalgeschützten Gebäudes wurde mit großem Aufwand energetisch saniert, ohne ihre faszinierende Konstruktion und Gestaltung einbüßen zu müssen. Die Innenräume wurden neugestaltet. (Fotos: HGEsch, Henn Architekten Press)
18. Januar 2016, bedroht: Die Architekturschule der TU München, 1955 von Rolf ter Haerst, Franz Ruf und Adolf Seifert gebaut und in den 1970er Jahren erweitert. Wieder mal eine sinn- und kenntnislose Abrissentscheidung einer öffentlichen Institution, siehe Wolfgang Jean Stock in: Bauwelt 3.2016, Seite 2-3

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– 19. Dezember 2015: Das Osram Gebäude in München weicht einem Investoren-Wohnungsbau-Projekt, den Wettbewerb haben Ortner & Ortner gewonnen. Architekten kämpfen für herausragende Bausubstanz keineswegs, wenn sie selbst bauen dürfen. Es ist ein Skandal, wie schofel sie sich gegen Denkmalschutz und Baukultur richten – hier im Verbund mit der Stadt München – , wenn ihnen Aufträge winken.
Das Osram Gebäude, gebaut von Walter Henn, wurde 1965 eingeweiht. Das herausragende Nachkriegsgebäude ist denkmalgeschützt – allein: Das heißt in Deutschland gar nichts mehr.
(Bild: Heinrich Heidersberger, henn.de)

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– Rettung durch Abriss? Die Versorgungs-Bauten des Paul-Ottmann-Zentrums in München-Aubing gehören zum 60er-Jahre-Wohngebiet "Am Westkreuz". Allmann Sattler Wappner gewannen im April 2015 einein Wettbewerb, in dem es um die Neubauten ging, die das Paul-Ottmann-Zentrum ersetzen sollen. Wenn das Umfeld der Wohnbauten dadurch aufgewertet wird, kann die stadträumliche Idee des damaligen Konzeptes neu belebt werden. (Bilder: Allmann Sattler Wappner, München)

– Abgerissen: Agfa-Turm, 2009.

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– Erneuert: Die "Alte Mensa" (1972, Werner Wirsing und Günther Eckert) im Studentendorf München-Oberwiesenfeld wurde 2011 vom Büro Muck Petzet (von seiner Website stammt das Foto) erneuert. > mehr
– Gerettet: Hochhaus im Studentendorf auf dem Münchner Olympiagelände. Gebaut hatte es Günther Eckert 1972. Den Umbau von Knerer und Lang stellt Claudia Hildner im Baumeister 4/2014 vor. Information finden Sie auch hier

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– Gerettet: Verwaltungsgebäude Ost von Sep Ruf (Bayerische Vereinsbank) am Tucherpark 16, gebaut 1970-75. Sep Ruf agierte bereits krankheitsbedingt zurückgezogen. Die in die Jahre gekommene, nicht denkmalgeschützte Bausubtanz sanierte das Büro Peck Daam im Auftrag der Tivoli AG. Literatur: Baumeister 10/2015, Seite 42-48. (Bilder: Peck Daam)

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– Saniert: Die evangelische Bischofskirche St. Matthäus am Sendlinger-Tor-Platz wurde 1953 von Gustav Gsaenger gebaut. Brandschutz und bauliche Mängel wurden von den Architekten Peck Daam behoben. 1997 - 1999 ist der Glockenturm saniert worden, 2006 wurde mit der aufwändigen Erneuerung der Dachabdichtung sowie dem Einbau von Brandschutz-Türelementen und zusätzlichen, internen Fluchttreppen begonnen. Zuletzt wurden von 2008 - 2010 die filigranen Glaskonstruktionen der Fassade sowie die Eingangstüren erneuert. Kirchenschiff und Gemeindesaal wurden restauriert, zudem wurden die Emporen neu gestaltet. (Bilder: Peck Daam)

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– Abgerissen: Das Landesversorgungsamt Bayern, 1956 von den Brüder Luckhardt gebaut (Wettbewerb 1952). 1989 abgerissen, siehe Der Architekt 7/1993 und Bauwelt 19.1989. (Bild: Baunetz)

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– Abgerissen: Gebäude des Süddeutschen Verlags, 1963-70 von Detlev Schreiber, Herbert Groethusen und Gernot Sachsse gebaut, 2009 für das Kommerzquartier Hofstatt abgerissen (Bild: Rufus 46, wikipedia)

– Abgerissen: Ensemble "Alte Chemie", von Albin Steininger, Hanna Löv und Hannes Feldner gebaut, wurde 2005 zugunsten der Luxuswohnanlage Lenbachgärten abgerissen.

Nürnberg

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– Gerettet: Die Akademie der Bildenden Künste von Sep Ruf. Das zauberhafte, elegante, grandios in eine grüne Umgebung eingepasste Ensemble wirkt noch heute atemberaubend in seiner räumlichen Komposition und feingliedrigen Detaillierung. (Bilder 2014: Ursula Baus)
– Gerettet: Das Quelle-Areal von Ernst Neufert, errichtet in den 1950er Jahren. Nach der Insolvenz von 2009 und einem Wettbewerb hatte sich die CSU mit Abriss-Störfeuern zu profilieren versucht. Inzwischen aber wurden Bauvorbescheide erteilt. >>> mehr

Pforzheim

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Literatur: Isabel Greschat (Hrsg.): 50er-Jahre-Architektur in Pforzheim. 2011, ISBN 978-3-7954-2518-0
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– Saniert: Das Reuchlinhaus | Schmuckmuseum in der Jahnstraße 42, 75172 Pforzheim. Manfred Lehmbruck baute das Reuchlin-Haus 1957-61, HG Merz baute es 2003-2006 dezent im Ausstellungsbereich um und sanierte vor allem die Betonfassade in einem aufwendigen Verfahren. (Bilder: Wilfried Dechau)
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– Saniert: Das Amtsgericht in der Lindenstraße 8, etwa Mitte der 1950er Jahre von der Landesbauverwaltung unter Leitung von H. Gremmelsbacher gebaut, 2007 von LRO erweitert.
(Bilder: Wilfried Dechau)
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– Geschützt: Der Hauptbahnhof, 1957-58 von Helmuth Conradi gebaut. Im Zuge der Innenstadterneuerung rückt der Bahnhof weiter ans Zentrum heran und in seiner architektonischen Wirkung gestärkt. (Bild: Wilfried Dechau)

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– Gepflegt: Die Kirche im Arlinger, Oosstraße, 1952-56 als "Vorläufer" der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche von Egon Eiermann gebaut. (Bilder: Kirchengemeinde St. Matthäus)

Potsdam

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– 30. Januar 2016: Bedroht: das Hotelhochhaus von Sepp Weber (1969) im Lustgarten. Mechthild Küpper berichtet in der FAZ, dass sich die Gegner des Hotel-Abrisses nun für eine Bürgerbefragung aussprechen. Die "Werkstatt Lustgarten" vermochte keine Klarheit und Beruhigung zur Zukunft des Gebäudes zu bringen. (Bild: wikimedia commons)
– 17. April 2015: Über merkwürdige Konsequenzen in einem Verfahren, in dem sich viele für den Erhalt des Hochhauses aus DDR-Zeiten in Potsdams Lustgarten aussprechen, berichtet Matthias Grünzig in der bauwelt 5.2015. Der Abschluss eines Werkstattverfahrens wird möglicherweise den Abriss des Hotels vorsehen, obwohl festgelegt wurde, dass keine öffentlichen Gelder für Ankauf und Abriss des Hotels ausgegeben werden dürfen. Das Werkstattverfahren könnte sich als teurer Flop ohne brauchbares Ergebnis erweisen. Die Frage nach dem Umgang mit dem Ensemble aus Barock und Nachkriegsmoderne bliebe offen, die Chance, sie zu klären, wäre vertan. >>> mehr

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Scheint gerettet: Biosphäre Potsdam. Es geht immer jüngeren Bauten an den Kragen: Die Blumenhalle Biosphäre wurde 2001 im Rahmen der Bundesgartenschau von Barkow Leibinger gebaut und seit 2014 tatsächlich auch als Abrisskandidat diskutiert. Am 20. 6. 2016 melden die Potsdamer Neuesten Nachrichten, das der Abriss abgewendet sei, siehe > hier. (Bilder: Courtesy Barkow Leibinger)

Saarbrücken


2. September 2016: Das in der stark kriegszerstörten Landeshauptstadt 1950-52 gebaute Pingusson-Hochhaus – ehemals französische Botschaft steht leer, wird aber denkmalgerecht saniert. Die saarländische Regierung plant, dass der Bau für Ministerien genutzt wird.
Es war vorgesehen, dass es saniert und anschließend  von französischen Institutionen genutzt wird. Doch die Umsetzung war schwierig geworden, seit ein drittes Statik-Gutachten zwei bereits positiv lautenden widerspricht. Georges Henri Pingusson hatte als Leiter der Section urbanisme et Reconstruction bei der Militärregierung der Saar mit Kollegen für Saarbrücken einen Wiederaufbauplan erarbeitet, der nur teilweise umgesetzt wurde.
Im Oktober 2014 zeichnet sich nach einer Werkbund-Tagung eine adäquate Zukunft für den Bau ab, siehe: http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=28306.
Außerdem unser Beitrag in der Kw 44/2014 hier. Und eine Bilderstrecke vom Oktober 2014 > hier.
Es erschien zudem eine aktualisierte Ausgabe des Buches von Marlen Dittmann und Dietmar Kolling über dieses Meisterwerk der frühen Nachkriegsmoderne. Nils Minkmar berichtete in der FAZ am 28.10.2014.


Stark gefährdet: Peter von Seidleins Verwaltungsgebäude für Siemens in Saarbrücken. Siehe auch den Beitrag im Oktober 2014 von Ulrich Pantle hier.

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27. Januar 2016, erweitert: Das Saarlandmuseum. Die Moderne Galerie des Saarlandmuseums zählt zu den herausragenden Museumsbauten der frühen Bundesrepublik. Entworfen von dem St. Ingberter Architekten Hanns Schönecker und in drei Bauabschnitten zwischen 1965 und 1976 realisiert, genießt sie heute aufgrund ihres hohen architektur-geschichtlichen Ranges Denkmalschutz. Strittig war und ist, wie das Museum erweitert werden sollte. Den Wettbewerb gewannen too Architekten aus Köln, 2008 wurden sie beauftragt. Zu groß, funktional untauglich, unprofessionell – Vorwürfe gegen den Erweiterungsbau führten dazu, dass im Sommer 2013 Kühn Malvezzi Architekten, Berlin, beauftragt wurden, die Planungen für das Gebäude und die Außenanlagen zu übernehmen und das Projekt zu Ende zu führen. Kühn Malvezzi änderten die Eingangssituation und anderes, erwartet wird die Eröffnung für 2017, siehe > hier.

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